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Die Linke NRW trauert um Jürgen Aust

Die Linke NRW

Am Morgen des 24. August 2026 ist Jürgen Aust gestorben. Jürgen Aust hat wie wenige andere die Partei Die Linke in NRW durch seine wachen Analysen, sein konsequentes Eintreten für soziale Gerechtigkeit und seine Mitarbeit in verschiedenen Gremien und Arbeitsgemeinschaften der Partei mit geprägt. Er hat sich immer eingesetzt für ein sozialistische, antikapitalistische Partei.

Jürgen Aust wurde am 11.09.1944 in Bad Oeynhausen geboren. Er studierte Jura und hat als Rechtsanwalt vor allem Geflüchtete und Asylbewerber:innen beraten. Als politisch denkender und handelnder Anwalt konnte man kaum Geld verdienen. Er hat sein Herz und seine Arbeit verschenkt an Menschen, die Rat und Hilfe brauchten. Jürgen war immer ein politisch engagierter Mensch und hat sich für eine bessere sozialistische Gesellschaft, gegen Ausbeutung und Krieg eingesetzt. Lange Jahre war er Mitglied in der DKP. Auch bei den Montagsdemonstrationen gegen die Agenda 2010 und die Hartz-Gesetze hat er aktiv mit gewirkt.

Am 18.10.2005 trat er der WASG bei, die dann in der Partei Die Linke aufging. In der Linken hat er in verschiedenen Gremien und Landesarbeitsgemeinschaften mit gearbeitet und war auch Delegierter zu Landes- und Bundesparteitagen. Von 2010 bis 2020 war er Mitglied im Landesvorstand und sozialpolitischer Sprecher der Linken in NRW. In dieser Zeit hat Jürgen regelmäßig die Arbeitsmarktberichte des Landesagentur für Arbeit untersucht und den Mitgliedern regelmäßig fundierte sozialpolitische Analysen geliefert. Sein besonderes Engagement zielte auf eine Erwerbslosenversicherung für alle Erwerbslosen.

Jürgen Aust hat seit 2005 ehrenamtlich den Verein „Ehrenamtliche helfen Erwerbslosen - EHE“ aufgebaut und in Duisburg Sozialberatung angeboten. Seitdem hat er auch in schwierigen Zeiten regelmäßig die Sozialberatung angeboten und auch zwischendurch von zu Hause Schriftsätze aufgesetzt und sich mit dem Jobcenter oder anderen Ämtern auseinander gesetzt. Mit seinen Möglichkeiten und auf seine Weise hat er sich für die einfachen Leute eingesetzt. Trotz Krankheit hat er bis wenige Tage vor seinem Tod die Sozialberatung fortgesetzt. Die vielen Menschen, die er beraten und denen er geholfen hat, werden ihn sehr vermissen.

Seine politischen Arbeit beschränkte sich aber nicht auf soziale Themen und soziale Arbeit. Jürgen war Antikapitalist und auch in der Friedensbewegung aktiv. Er hat sich gegen Aufrüstung und Krieg und Waffenlieferungen an Kriegsparteien ausgesprochen und für Frieden und Abrüstung und das Grundrecht auf Asyl demonstriert.

Jürgen hat immer die politischen Auseinandersetzungen in der Linken verfolgt und kritisch mit Stellungnahmen und Anmerkungen begleitet. Er hatte bis zu Letzt einen klaren Geist und hat klug Politik und Gesellschaft analysiert und Ratschläge für Veränderungen gegeben.

 

Wir trauen um Jürgen und werden ihn vermissen.

 

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