Das sagen andere:

Hamburg, Berlin, München, Rhein-Ruhr: vier deutsche Olympia-Bewerbungen, vier BUND-Landesverbände – und alle stehen „ihrer“ Kandidatur ablehnend gegenüber. Egal wo Olympische oder Paralympische Sommerspiele 2036, 2040 oder auch 2044 stattfinden würden, falls sich eine deutsche Bewerbung international durchsetzt: Die Folgen für Mensch und Natur, für Klima, Stadtentwicklung, Wohnungsmarkt, Verkehr und andere Bereiche wären größtenteils negativ.

Dirk Jansen, Geschäftsleiter BUND Nordrhein-Westfalen: „Auch das dezentrale Konzept für Olympia an Rhein und Ruhr mit 17 Austragungsorten allein in NRW wird als besonders nachhaltig dargestellt. Aber bislang haben alle Olympiamacher ihr jeweiliges Konzept als besonders umweltfreundlich und wirtschaftlich tragfähig beworben – die Realität war meist sehr ernüchternd. Bevor auch nur eine Planung konkretisiert wird, müssen deshalb durch eine Strategische Umweltprüfung die Umweltauswirkungen des Mega-Events systematisch und transparent ermittelt, beschrieben und bewertet werden. Auch die Akzeptanz der Bevölkerung ist essenziell. Zwingend erforderlich sind deshalb vorherige Bürgerentscheide in den geplanten Ausrichter-Gemeinden. Klar ist auch: Den Heilsversprechen von Olympia als Motor für eine zukunftsfähige Entwicklung der Region sollte die Politik keinen Glauben schenken. Für eine nachhaltige Regionalentwicklung brauchen wir Olympia nicht.“

Quelle: www.bund-nrw.de/presse/detail/news/ob-in-hamburg-berlin-muenchen-oder-rhein-ruhr-olympia-bringt-mehr-schaden-als-nutzen/