Sport ist für alle da! Olympia ist nur noch ein Geschäft!

Ines Schwerdtner, Vorsitzende Die Linke

Fast jede und jeder von uns verbindet Sportereignisse mit tollen Erinnerungen und fast jede und jeder, die oder der mal als Kind in einem Sportverein war, hat sich ausgemalt, eine Medaille umgehängt zu bekommen. Und es sind genau diese Träume, die heute dafür genutzt werden, ein Milliardengeschäft zu betreiben, das für die betroffenen Kommunen bislang regelmäßig zu einem finanziellen Desaster geworden ist und den Menschen vor Ort mittel- und langfristig wenig bis gar nichts gebracht hat. Mit Knebelverträgen sorgt das Internationale olympische Komitee (IOC) dafür, dass die Kommunen um die Einnahmen gebracht werden und diese in die Taschen der Sponsoren und des IOC selber fließen. Auch die Rechte der Kommunen und auch Grundrechte der Bevölkerung werden in vielen Fragen einfach außer Kraft gesetzt.

Dabei ist der Bedarf an gut ausgebauter Infrastruktur, modernen Sportanlagen und auch an Förderung für den Breitensport riesig. Gerade in NRW sind viele Turnhallen, Schwimmbäder und andere Sportplätze in einem maroden Zustand und nicht wenige Sportvereine fürchten um ihre Existenz. Es braucht also massive Investitionen, die tatsächlich den Menschen in ihrem Alltag helfen.

Stattdessen wird eine Bewerbung um die olympischen Spiele geplant, die viel kostet und die bereits jetzt immer weiter steigenden Mieten noch einmal explodieren lassen wird und damit auch für weitere Verdrängung aus den Städten sorgt. 

Die Linke lehnt aus sozialen, demokratischen und grundrechtlichen Überlegungen eine Bewerbung für die olympischen Spiele in 2036, 2040 oder 2044 ab. Lasst uns gemeinsam den Sport feiern und nicht das korrupte IOC unterstützen! So fördern wir auch die Träume der Kinder in diesem Land.