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MdB, Kathrin Vogler

Impfangebote deutlich ausweiten durch Einbeziehung der Apotheken

Die Nachfrage nach Impfterminen ist derzeit vielerorts deutlich höher als die Kapazitäten der impfenden Arztpraxen und verbliebenen Impfzentren. Der Chef des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, hat deshalb vorgeschlagen, auch die Apotheken für niedrigschwellige und flächendeckende Impfangebote zu nutzen

Kathrin Vogler, Gesundheitsexpertin der LINKEN im Bundestag, unterstützt diesen Vorschlag und fordert die Ampel-Parteien auf, dafür schnell die gesetzlichen Grundlagen auf den Weg zu bringen.

Sie meint: „Bereits seit 2020 laufen in verschiedenen Bundesländern Modellprojekte für Grippeimpfungen in den Apotheken. Für die notwendige Fortbildung existiert ein mit dem RKI abgestimmtes Curriculum, das nur noch an die Besonderheiten der Corona-Impfungen angepasst werden müsste. Um in der vierten Welle die nötige Zahl an Erst- und Auffrischungsimpfungen  zu erreichen, darf keine Möglichkeit außer acht gelassen werden. Deswegen muss der Arztvorbehalt bei der Corona-Schutzimpfung aufgehoben werden, um auch Apotheker*innen das Impfen zu ermöglichen. Es ist ein Skandal, dass selbst hochbetagte und hoch gefährdete Personen derzeit vielerorts monatelang auf die Auffrischungsimpfung warten müssen.“ 

Vogler verweist darauf, dass in vielen anderen Ländern, etwa in der Schweiz, in Italien, Irland oder Großbritannien, Apotheken impfen dürfen und es dort in der Regel überall zu höheren Impfquoten und damit besserer Vorbeugung von Infektionskrankheiten führe. Diese Erfahrungen sollten genutzt werden.