Das neue Sozialticket – ein richtiger Schritt, aber fragwürdige Finanzierung!

DIE LINKE. NRW
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Nach unzähligen Initiativen, vielen Proteste von Betroffenen und sicher auch durch das Engagement vieler Mitglieder der LINKEN ist es endlich so weit: Am 1. Dezember 2023 wird in einigen NRW-Verkehrsverbünden das Deutschlandticket (49 Euro) um ein Sozialticket zum Monatspreis von 39 Euro ergänzt. Bezugsberechtigt sind Menschen, die Bürgergeld, Wohngeld, Sozialhilfe und andere Transferleistungen erhalten. Dazu erklärt Bernhard Koolen, Sprecher im Vorstand von DIE LINKE NRW:

„Ohne Zweifel ein begrüßenswerter Schritt in die richtige Richtung. Dazu haben viele Menschen mit ihrem unermüdlichen Protest beigetragen. Aber zum einen ist selbst in NRW kein einheitlicher Starttermin vorgesehen, manche Verbünde führen das Ticket erst Anfang 2024 ein und – noch viel bedenklicher – die Finanzierung ist alles andere als gesichert. Denn zugleich dürfen wir 2024 eine saftige Preiserhöhung von etwa 10 Prozent erwarten und obendrein hat die Verkehrsministerkonferenz immer noch keine Lösung für die langfristige Finanzierung des Deutschlandtickets unterbreitet. Bei aller Freude über die nun eingeführte Sozialkomponente: Das Ganze hat etwas Halbgares. Wenn, dann muss man es schon richtig machen."

DIE LINKE. NRW fordert: 

  • Keine Preiserhöhungen im ÖPNV!

  • Stattdessen ein dauerhafter und verstetigter Bundeszuschuss an die Länder zur Finanzierung ihres Nahverkehrs!

  • Ein einheitliches Nahverkehrstarifsystem bundesweit, zumindest aber in NRW als Vorbereitung für den NRW-Takt im Nahverkehr!

"Dann klappt es auch mit dem Nahverkehr, und wir bieten vielen Menschen eine reale Alternative zum Auto“, so Koolen abschließend.