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Das Foto zur Pressemitteilung der  Partei die Linke zum Streik bei Karstadt Kaufhof zeigt die Fassade einer Kaufhof-Filiale im Kempten.

DIE LINKE. NRW

Solidarität mit den Beschäftigten von Karstadt und Kaufhof

Nachdem die Beschäftigten von „Galeria Karstadt Kaufhof" am vergangenen Donnerstag (12. Dezember 2019) gestreikt hatten, hatte man sich mündlich bereits auf wichtige Eckpunkte für einen Tarifvertrag geeinigt. Doch laut Verdi sind nun einige dieser Zusagen wieder zurückgenommen worden. „Das ist ein Skandal", kommentiert Inge Höger, Landessprecherin der Partei DIE LINKE. NRW.

„Sollten die Beschäftigten sich entscheiden, erneut in den Ausstand zu treten, haben sie unsere volle Solidarität", so Höger weiter. Denn: Laut Verdi würde eine Verschmelzung ohne neuen Tarifvertrag für die Kaufhof-Beschäftigten automatisch rund elf Prozent weniger Lohn bedeuten. „Es ist nicht hinzunehmen, dass Mitarbeiter*innen, die zum gleichen Konzern gehören, so unterschiedlich entlohnt werden."

Hintergrund: Kaufhof ist seit einem Jahr Teil eines Gemeinschaftsunternehmens mit dem früheren Konkurrenten Karstadt. Eigner ist die österreichische Signa-Gruppe von Rene Benko. Die Beschäftigten bei Karstadt haben bereits zehn Jahre auf Gehaltsteile verzichtet. Der Sanierungstarifvertrag läuft demnächst aus. Bei Kaufhof wurden die Gehälter nach dem Teilausstieg aus dem Arbeitgeberverband gekürzt. Immobilienmogul Benko fordert nun weiteren Verzicht und einen Sanierungstarifvertrag für alle Beschäftigten der gesamten Gruppe für weitere sechs Jahre. Gleichzeitig entzieht er dem Konzern durch hohe Mieten das für eine Sanierung dringend benötigte Geld.