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Das Foto zeigt die Firmenzentrale von ThyssenKrupp

DIE LINKE NRW

Stahl-Aktionstag: Ruhrgebiet retten, her mit der Industriestiftung!

Am heutigen Freitag, den 29. Oktober 2021, demonstrieren zehntausende Metallerinnen und Metaller in mehr als 50 deutschen Städten für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze – und dafür, dass Deutschland ein sozial-ökologisches Industrieland wird. In NRW finden zentrale Kundgebungen in Duisburg, Köln, Bielefeld und Lüdenscheid statt. Dazu erklärt Christian Leye, Landessprecher von DIE LINKE NRW, der heute auf der Kundgebung bei Thyssenkrupp in Duisburg ist:

 „Angesichts der aktuellen Ampel-Verhandlungen kann ich die Sorgen der Stahl-Beschäftigten mehr als verstehen. Es muss Schluss sein mit der Untätigkeit der Bundes- und der Landesregierung, die der drohenden Vernichtung von zigtausenden Arbeitsplätzen einfach zusehen.“ Allein in Duisburg arbeiten 17.000 Menschen direkt in der Stahlindustrie, 150.000 Arbeitsplätze in der Region hängen von ihr ab.  

„Der Verlust dieser Arbeitsplätze wäre eine soziale Katastrophe ungeahnten Ausmaßes“, sagt Christian Leye, der für DIE LINKE im Bundestag sitzt. „Sie muss unbedingt verhindert werden. Dazu kommt: Wer die NRW-Stahlindustrie opfert, statt sie sozial und CO2-neutral umzubauen, treibt die Klimakatastrophe voran. Denn wir brauchen auch in Zukunft Stahl – zum Beispiel für neue Schulgebäude, für den Ausbau von Bus und Bahn, für Brücken und Fahrräder. Wenn die Produktion sich in weit entfernte Länder verlagert, wo unter geringeren sozialen und ökologischen Standards Stahl gekocht wird, bedeutet das: längere Transportwege, viel mehr Emissionen, mehr Ausbeutung, mehr Klimaschäden.“  

DIE LINKE fordert, dass der Staat bei Thyssenkrupp einsteigt, um den notwendigen Umbau der Stahlindustrie zu ermöglichen und so die Arbeitsplätze zu retten. „Wir schlagen eine öffentliche Industriestiftung für NRW vor, welche die Stahlwerke übernimmt“, sagt Christian Leye. „Dann fließen die öffentlichen Gelder in den Erhalt der Arbeitsplätze und den umweltfreundlichen Umbau, und nicht in die Taschen der Aktionärinnen und Aktionäre. Und wir schaffen mehr Demokratie durch mehr Mitbestimmung. Die Gründung einer Industriestiftung ist finanzierbar, gerade angesichts aktueller Niedrigzinsen. Die Stiftung hätte Jahrzehnte Zeit, um mit den sanierten Anlagen das Geld zurückzuzahlen. Alle Konzepte liegen auf dem Tisch – was fehlt, ist der Wille der Regierenden. Während Scholz und Baerbock mit FDP-Lindner rumampeln, machen wir weiter Druck für einen echten sozialen und umweltfreundlichen Wandel: In Duisburg, Berlin und überall!“